Seminar in St. Moritz (CH) am 19./20. Mai 2012
Da war die Freude und die Panik vor der Fahrt über den Pass gleichermaßen groß, als Annabelle und Andrea mich abermals zum Seminieren ins schöne Engadin eingeladen haben.
Geistesgegenwärtig konnte ich den mittlerweile Schweiz- und bergerprobten Dennis als Navigöse und seelischen Beistand gewinnen. Dieser fährt ja nicht so weit ohne „zünftigen“ Reiseproviant. Demnach gut gerüstet mit frischer Wurst, Brötchen, Cola und Kaffee machte man sich also auf den Weg in die wundervolle Schweizer Bergwelt. Man kann es machen, wie man will, es dauert 6,5 Stunden, bis man Champför , das Tor von St. Moritz, erreicht. Der Julierpass und die Via Mala Schlucht waren auch diesmal wieder sehenswert, schockten mich aber nicht so sehr wie beim ersten Mal. Erstaunlich gelassen nahmen unsere „Bläulinge“ Moon und Megan ihre erste größere Autofahrt. Die Mädels reisten total entspannt. Super und herzlich der Empfang im schönen Champför, aber doch müde von der Fahrt legten wir uns zeitig nieder.
DANN, der nächste Morgen bringts so mit sich, die sagenumwobene Auffahrt zur Bergweide. Mir war wieder mal himmelangst, aber ich versuchte, tapfer zu bleiben. Und es gelang. Wir kamen wohlbehalten oben an.
Seminiert wurde dann an den super braven Skudden vor bekannter atemberaubender Kulisse. Durchweg fortgeschrittene Hunde und Handler forderten all mein Können und ließen sehenswerte Arbeitsmanöver durch die Berge zu. Es war wundervoll, die Hunde bei der Arbeit in dieser Kulisse zu sehen. Und es hat mir riesig Spaß gemacht, mit den sehr lernwilligen Teams zu arbeiten. Bestens umsorgt hat uns alle Andrea, der unermüdlich Köstlichkeiten und Getränke zum Berg raufschaffte.
Die Abfahrt war dann eher desaströs. Unsicher ob des Weges verließ ich mich auf Dennis. EIN FEHLER!!!! „Fohr do lang, dos basst“ waren seine Worte. Mmmmhhhhh, es passte nicht so wirklich, und war auch nicht der Weg, den wir hinzus genommen hatten. Egal, kein Zurück. Nah am Herzinfarkt manövrierte ich den Sharan durch die Bergwelt und irgendwann kamen wir tatsächlich in einem gaaaaaanz anderen Dorf raus.
Darauf erstmal ne Pizza in St. Moritz. Die hatte ich mir verdient. Und ein Schnäpschen. Sonntag dann wieder rauf auf den Berg und das Erlernte vertieft. Wundervoll war’s. Aber leider ging es wie immer viel zu schnell zu Ende. Traurig ließen wir St. Moritz und die Schweizer Bergwelt, den Julierpass usw. hinter uns und schafften uns auf die Autobahn gen Heimat.
Es war eine tolle Zeit und mein Dank geht abermals an Annabelle und Andrea. Es war super schön bei euch und wir kommen sicher gerne wieder. Ich muss ja die Auffahrt noch ein paar mal üben, um meine Ãngste zu überwinden 🙂



